Über Uns
Der Pfahlershof hat eine lange Geschichte. Er ist einer der ältesten Höfe im Karolinenkoog.
In den 1790er Jahren, also vor mehr als 200 Jahren, entstand der heutige Karolinenkoog. Das Koogsland wurde der Eidermündung durch Deichbau und Entwässerung abgerungen. Dadurch entsteht ein Koog, ein Koog ist dem Meer abgerungenes Land. Der Karolinenkoog wurde im Jahre 1800 eingedeicht und nach der damaligen dänischen Prinzessin Karoline benannt. Überlieferungen zufolge soll Karoline von Dänemark den Einweihungsfeierlich-keiten beigewohnt haben.
In der Folgezeit entstanden im neuen Karolinenkoog landwirtschaftliche Betriebe, auf den Höfen Gebäude in der traditionellen Ständerbauweise.
Mitte des 19. Jahrhunderts erbte der aus einem schwäbischen Bauerngeschlecht stammende Johann P. Pfahler 34 Dithmarscher Morgen Land. (Was ist das besondere am Dithmarscher Morgen? – Der herkömmliche Morgen umfasst 0,25 Hektar (2.500 qm), der Ditmarscher Morgen jedoch 1,35 Hektar (13.500qm).) Das war die Geburtsstunde des Pfahlershofs.
Innerhalb von 30 Jahren (1847 – 1877) vergrößerte Pfahler sein Anwesen auf 119 (Dithmarscher) Morgen Land (ca. 160 ha) – ein für damalige Verhältnisse sehr großes Anwesen. Klassische Feldfrüchte wie Weizen, Kartoffeln und der für Dithmarschen typische Kohl (größtes zusammenhängendes Kohlanbaugebiet Europas) wurden angebaut.
Seit 1906 ist der Pfahlershof im Besitz der Familie Wiborg. 1906 bezahlte Johann Wiborg 625.000 Goldmark für Land und Hof und legte damit den Grundstein für die „heimatliche Scholle“ vieler Generationen der Wiborgs*.
Bis 1972 wurde auf dem Pfahlershof ausschließlich Landwirtschaft betrieben. Zu dieser Zeit kamen immer mehr die „Ferien auf dem Bauernhof“ in Mode. Erstmalig wurden im Jahr 1972 Gäste, Familien mit Kindern, auf dem Pfahlershof begrüßt.
Sie wohnten im damaligen großen Bauernhaus, das über insgesamt 12 Zimmer verfügte. Gebaut für große Familien (Der Großvater des heutigen Inhabers hatte 10 Geschwister).
Im ersten Jahr halfen die Gäste noch bei der Strohernte, überwiegend Menschen, die Bürotätigkeiten nachgingen. Entsprechend gab es Blasen, aber mindestens ebensoviel Spaß und Erlebnis. Kinder, die zu dieser Zeit mit Ihren Eltern auf dem Pfahlershof waren, kommen heute mit Ihren Kindern in das Familotel Landhaus Pfahlershof. Und die Eltern als Oma und Opa oder sogar als Urgroßelteren.
Im Januar 1973 war es dann vorbei mit der Landwirtschaft. Der Hof brannte nieder, 2000 Schweine verbrannten zum größten Teil, einige wenige suchten das Weite und somit die Freiheit. Da das eigentliche Land nicht mehr am alten Hof lag, entstand die Überlegung, den Hof nicht an diesem Ort wieder aufzubauen.
So entstanden nach 1973 zwei Betriebe: Die landwirtschaftlichen Gebäude wurden auf der gegenüberliegenden Seite der B5 wieder aufgebaut, auf dem ursprünglichen Hofgelände entstand in den folgenden Jahren das Hotel Landhaus Pfahlershof, wie es heute existiert.
Der neueste Anbau stammt aus dem Jahre 2006. Andere Gebäude wurden schon wieder erneuert und renoviert.
In 2009 z.B. wurde der Pool- und Wellnessbereich komplett erneuert, dass Becken vergrößert.
2010 wurde der gesamte Lobby- und Restaurationsbereich neu gestaltet und erhielt eine Farbauslegung in Richtung helles blau (friesenblau) mit hellen freundlichen Farben. Es entstand ein neuer Bufettraum mit Kaffee-und Tee-Ecke. Dort kann sich jedes Kind zum Frühstück den eigenen Kakao selbst zubereiten, an der Spezialitätenmaschine.
Eine Entscheidung ist uns schwer gefallen. Gehen weg von dem klassischen Rezeptionstresen? Oder bleiben wir auf „ausgetretenen“ Pfaden.
Wir haben uns dafür entschieden, keine klassische Rezeption mehr zu bauen. Es gibt jetzt ein Rezeptionsbüro, hell und offen mit viel Glas, in dem sich jeder „Willkommen“ fühlt. Niemand verspürt mehr, weder unsere Gäste noch unsere Mitarbeiter, eine störende Distanz.
An einem ovalen Tisch begrüßt die Rezeptionistin alle Gäste, lädt sie ein, für den Check-In Vorgang bitte Platz zu nehmen. So befinden wir uns vom ersten Moment an mit unseren besonders wichtigen Gästen, den Kindern, auf Augenhöhe.
Es war ein Wagnis. Es gab Stimmen, die meinten, es ginge nicht ohne den klassischen Rezeptionstresen. Aber die Entscheidung war richtig, wir hatten nur positives Feedback. Von den Kindern, den Eltern, den Omas und Opas und sogar von den Geschäftskunden, die bei uns übernachten.
Inzwischen ist es vielen Stammgästen zur festen Einrichtung geworden, Fragen im sitzen zu stellen. Die Kommunikation mit unseren Gästen ist noch besser geworden. Sie werden es selbst feststellen, wenn Sie zu uns kommen.
In den 1990er Jahren wurde bereits einmal versucht, über eine Kinderhotel-Kooperation nachhaltig den Standort zu stärken. Leider hat sich diese Kooperation seinerzeit als Flop erwiesen.
Es sollte noch weitere 10 Jahre dauern, bis wir auf Familotel aufmerksam wurden und dort unseren Platz gefunden haben. In einer starken Gemeinschaft, der wir seit 2007 angehören, die den Gedanken „Kinder und Ferien“ positiv und hingebungsvoll verkörpert.
Alle „Familoteliers sind eigenständige Unternehmer, gemeinsam aber eine große Familie, leben so den Gedanken Familie vor. Und setzen das, jeder für sich, aber in einer starken Gemeinschaft, täglich vor Ort in die Tat um.
Es macht Spaß, mit und für Familotel zu arbeiten! Wenn unsere Gäste das spüren, ist das für uns der schönste Lohn.
Im Jahre 2010 haben wir uns einer weiteren Herausforderung gestellt: Zertifizierung durch den TÜV-Nord in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund.
Und das Hotel ist seit 2010 zertifiziert durch den TÜV-Nord. Ebenso haben wir seit 2010 das Qualitätssiegel Q1, Q2 steht für 2011 auf der Agenda.
Alle, die am Erfolg und an der erfolgreichen Umsetzung des Gedankens “Die kleinen und großen Gäste sind die Hauptperson bei uns auf dem Pfahlershof“ mit arbeiten, wünschen Euch, liebe Kinder, und Ihnen liebe Eltern, Omas und Opas, Tanten und Onkel, Geschäftsreisende und allen Gästen, die gern und immer wieder kommen, einen traumhaften Aufenthalt.
*Der heute vorliegende Stammbaum reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück.
Die Familie Wiborg hat Ihre Wurzeln mit hoher Wahrscheinlichkeit im finnischen (heute russischen) „Wiborg“. Im Familienwappen der Wiborgs finden sich typisch finnische Merkmale.




